Direkte Rede

Felix Philipp Ingold

Rezension vom 21/02/2017 von Florian Bissig

Seit Wochen liegt Felix Philipp Ingolds Band Direkte Rede da und sagt nichts. Zwischenzeitlich erscheint ein scharfzüngiger Essay des Dichters und Kritikers in der NZZ. Gegen die Sprachverluderung im Allgemeinen und gegen die «mehrheitsfähige Gegenwartsbelletristik» im Besonderen. Letztere ist für Ingold von spärlich verschleierten «Selbstzeugnissen» dominiert, welche die Alltagssprache als Literatursprache praktizierten.

Die Stillosigkeit werde im gegenwärtigen Literaturbetrieb zum Prinzip erhoben, klagt er. Etwas widersprüchlich, denn zugleich hält er fest, ein «platter literarischer Kollektivstil» habe sich herausgebildet, während ausgeprägte Personalstile rar geworden seien. Ingold dagegen verlangt, Literatur...

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Rezensionen

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Fuchs Catherine
Rezension vom 21/02/2017 von Françoise Delome

Treffend und genau verbindet Catherine Fuchs verschiedene Aspekte des Lebens ihrer Hauptfigur in einem kurzen Roman, der wegen seines politischen Themas speziell und wertvoll ist. Carmen Berger lebt in einem...

Direkte Rede
Direkte Rede
Ingold Felix Philipp
Rezension vom 21/02/2017 von Florian Bissig

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Safonoff Catherine
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In ihrem neuen Roman bleibt die Genfer Autorin Catherine Safonoff dem autobiografischen Schreiben treu und kommt auf verschiedene Episoden zurück, die sie in früheren Büchern erzählte. Formal nimmt sie den...

Fokus

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von Daniel Rothenbühler publiziert am 20/02/2017

«Ich bin der Letzte», sagte Kurt Marti 2014 in einem längeren Interview mit Stefan von Bergen. Seine Altersgenossen waren vor ihm weggestorben. Am 11. Februar 2017 ist er...

Vom Erinnern und Reisen
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Neue Gedichte von Franz Dodel, Katharina Lanfranconi, Ilma Rakusa, Marina Skalova und Pius Strassmann

von Beat Mazenauer publiziert am 13/02/2017

Ilma Rakusa: Impressum: Langsames Licht

Gleich zu Beginn ihres neuen Gedichtbands Impressum: Langsames Licht stellt Ilma Rakusa eine Frage:

Anchorage. Will ich dahin? Ins Eis? Doch
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Paulette Éditrice
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Les pives

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Une nouveauté éditoriale

Depuis début 2016, il tombe des pives dans le champ littéraire: cette nouvelle collection de très petits livres défend la fiction brève, une langue française «vivante et plurielle», des écritures...

Neuerscheinungen

Denn sie haben daran geglaubt Seit ich fort bin Nüüt und anders Züüg Durstig Immer ist alles schön Halt auf Verlangen Was alles war Alt?