Jürg Amann

Amann, Jürg
© Yvonne Böhler

Jürg Amann, geboren 1947 in Winterthur, lebte in der Nähe von Zürich. Der Germanist Amann war Dramaturg am Zürcher Schauspielhaus und arbeitete als Literaturkritiker für den Tages-Anzeiger und das Schweizer Radio. Seit 1976 war er als freier Schriftsteller tätig. Für seine Erzählung «Rondo» erhielt er den Ingeborg-Bachmann-Preis. Sein Werk umfasst nebst erzählenden Texten und Gedichten vor allem eine Fülle von Hörspielen und Theaterstücken. Jürg Amann starb am 5. Mai 2013 in Zürich.

Bibliografie

  • Lebenslang Vogelzug. Gedichte, Innsbruck, Haymon, 2014.
  • Ein Lied von Schein und Sein. Novelle, Zürich, Nimbus, 2012.
  • Wohin denn wir. Roman, Innsbruck, Haymon, 2012.
  • Der Kommandant. Monolog, Zürich, Arche, 2011 (München, dtv, 2012).
  • Die Briefe der Puppe, Zürich, Nimbus, 2011.
  • Letzte Lieben, Zürich, Arche, 2011.
  • Die Reise zum Horizont. Novelle, Innsbruck, Haymon, 2010.
  • Die kalabrische Hochzeit, Zürich, Arche, 2009.
  • Pekinger Passion. Kriminalnovelle, Zürich, Arche, 2008.
  • Nichtsangst. Fragmente auf Tod und Leben, Innsbruck, Haymon, 2008.
  • Zimmer zum Hof. Erzählungen, Innsbruck, Haymon, 2006.
  • Wind und Weh. Abschied von den Eltern, Düsseldorf, Eremiten-Presse, 2005.
  • Mutter töten, Innsbruck, Haymon, 2003.
  • Kein Weg nach Rom. Ein Reisebuch. Mit Fotografien von A.T. Schaefer, Düsseldorf, Eremiten-Presse, 2002.
  • Am Ufer des Flusses. Erzählung, Innsbruck, Haymon, 2001.
  • Kafka. Wort-Bild-Essay, Innsbruck, Haymon, 2000.
  • Golomir. Roman, Weitra, Bibliothek der Provinz, 1999.
  • Iphigenie oder Operation Meereswind. Tragödie, Düsseldorf, Eremiten-Presse, 1998.
  • Ikarus. Roman, Zürich, Arche, 1998.
  • Schöne Aussicht. Prosa, Innsbruck, Haymon, 1997.
  • Rondo und andere Erzählungen, Zürich, Arche, 1996.
  • Robert Walser. Eine literarische Biographie in Texten und Bildern, Zürich, Arche, 1995 (Zürich, Diogenes, 2006).
  • Über die Jahre. Roman, Innsbruck, Haymon, 1994.
  • Und über die Liebe wäre wieder zu sprechen. Gedichte, Innsbruck, Haymon, 1994.
  • Zwei oder drei Dinge. Novelle, Innsbruck, Haymon, 1993.
  • Der Anfang der Angst. Aus einer glücklichen Kindheit, Düsseldorf, Eremiten-Presse, 1991.
  • Der Vater der Mutter und der Vater des Vaters. Zwei Erzählungen, Düsseldorf, Eremiten-Presse, 1990.
  • Tod Weidigs. Acht Erzählungen, München, Piper, 1989.
  • Der Rücktritt. Eine nationale Tragödie (Farce in drei Bildern), Zelg, Orte, 1989.
  • Nach dem Fest. Drei Stücke: Nach dem Fest / Der Traum des Seiltänzers vom freien Fall / Die Korrektur, München, Piper, 1988.
  • Fort. Eine Brieferzählung, München, Piper, 1987.
  • Büchners Lenz / Die deutsche Nacht, München, Piper, 1985.
  • Patagonien. Erzählungen, München, Piper, 1985.
  • Robert Walser. Auf der Suche nach einem verlorenen Sohn. Essay, München, Piper, 1985.
  • Ach, diese Wege sind sehr dunkel. Drei Stücke, München, Piper, 1985.
  • Nachgerufen. Elf Monologe und eine Novelle, München, Piper, 1983.
  • Franz Kafka. Eine Studie über den Künstler. Essay, München, Piper, 1983.
  • Die Baumschule. Berichte aus dem Réduit, München, Piper, 1982.
  • Die Kunst des wirkungsvollen Abgangs. Erzählungen, Aarau, Sauerländer, 1979.
  • Hardenberg. Romantische Erzählungen nach dem Nachlass des Novalis, Aarau, Sauerländer, 1978.
  • Verirren oder Das plötzliche Schweigen des Robert Walser, Aarau, Sauerländer, 1978 (Zürich, Arche, 1993).
Die kalabrische Hochzeit
Die kalabrische Hochzeit

Bologna, Venedig, Triest, das sind die Orte, an denen sich die grosse Liebe zwischen Emma und Lorenzo ereignet. In Kalabrien, in Calopezzati, kommt sie zu ihrer Vollendung. Dahin ist Emma jetzt unterwegs, im Zug, den Golf von Taranto hinab, nach Süden. Ihren Ehemann Carlo und ihre Tochter lässt sie zurück. Und während sie fährt, ins Herkunftsdorf des Geliebten, fährt ihre Vergangenheit mit: Die Amour fou mit dem ihr so ganz fremden Mann aus dem Süden. Das vorläufige Ende. Das plötzliche Wiederaufflammen nach zehn Jahren der Stille, aus dem Nichts, mitten in ihre Ehe hinein, stärker denn je. Die heimlichen Treffen in Venedig, auf halbem Weg zwischen Triest und Bologna, wo ihre getrennten Leben sich abspielen. Das ständige Hin- und Hergerissensein zwischen Gefühl und Verantwortung gegenüber ihrer Familie. Wie geht das, die andern nicht verraten und sich selbst nicht? Wie geht das, die Liebe? Und plötzlich ist wieder Stille. Kein Zeichen mehr vom Geliebten. Bis schließlich der Anruf kommt, der alles verändert …
Ein hinreissender Roman über eine Leidenschaft und eine Zerrissenheit, die wohl nur durch Liebe hervorgerufen werden kann. Jürg Amann nimmt uns mit auf eine emotionale Reise, die noch lange nach der Lektüre weiterwirkt.

(Klappentext)